KSS Newsletter Januar 2026

Die KSS begrüßt euch im neuen Jahr – Wir hoffen, ihr seid gut rübergekommen und wünschen euch viel Erfolg bei euren Prüfungen!
Hiermit erhaltet ihr einen Überblick über die aktuelle Arbeit eurer Landesstudierendenvertretung in Sachsen und einen Ausblick in das kommende Jahr.

Was euch diesen Monat erwartet:

  1. Kürzungen an Hochschulen
  2. Umgang mit Machtmissbrauch an Hochschulen
  3. Länderrat
  4. Deutschlandsemesterticket
  5. Workshops und Seminare von hochschulpolitischen Gremien
  6. Ausblick

1. Kürzungen an Hochschulen 

Im Sommer 2025 stellte sich heraus, dass die Uni Leipzig ein klaffendes Loch von 16 Millionen Euro in ihrem Finanzierungsplan verzeichnet. Dieses Loch ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Sonderzuweisungen für Hochschulen im Doppelhaushalt 2025/2026 gestrichen wurden – obwohl diese dringend notwendig sind, um den Qualitätsstand der Bildung in Sachsen zu gewährleisten. Nun müssen die Hochschulen die Zunahme an Kosten selbst tragen. Vor allem befristet beschäftigte akademische Mitarbeitende der Uni Leipzig, sowie kleine Studiengänge könnten als Resultat von Kürzungen betroffen werden.

Gespräche und Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2027/2028 finden bereits statt – ein Defizit von 2,9 Milliarden Euro muss ausgeglichen werden. Dies darf nicht auf Kosten der Hochschulen stattfinden! Wir setzen uns für die feste Verankerung von notwendigen finanziellen Mitteln für Hochschulen im Haushaltsplan ein, anstatt diese als streichbare Sonderzuweisungen abzuwerten.

2. Umgang mit Machtmissbrauch an Hochschulen

Immer wieder geraten Vorfälle von Machtmissbrauch an Hochschulen an die Öffentlichkeit, nicht zuletzt an der Universität Leipzig. Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Insbesondere an Hochschulen ist Machtmissbrauch ein strukturell verankertes Problem, das auf eine veraltete hierarchische Organisation der Lehrstühle zurückzuführen ist. Professor*innen erhalten in diesem System überproportionale Macht über Studierende und Mitarbeitende. Hochschulen müssen sich aktiv mit dieser Schieflage auseinandersetzen. Die KSS fordert den Abbau von hierarchischen Machtstrukturen, die Verbesserung von Beschwerdestrukturen und Opferschutz, sowie eine klare Positionierung der Hochschulen und weitreichende Konsequenzen in konkreten Fällen. Sie begrüßt außerdem die Arbeit an einem Code of Conduct der Fakultät für Sozialwissenschaften und Philosophie an der Uni Leipzig.

3. Länderrat

Auch für den Länderrat startete das neue Jahr produktiv: Es wurden Arbeitsgruppen gegründet, die sich z.B. mit den Hochschulgesetzen der Länder auseinandersetzen sollen und wie proaktiv Änderungen an jenen angestoßen werden können. Des Weiteren gab es Austausch zu Themen wie Zivilklauseln an Hochschulen, Steigerung studentischen Engagements und der Zusammenarbeit der Landesvertretungen mit Ministerien.

4. Deutschlandsemesterticket

Seit dem 01.01.2026 wurde der Preis des Deutschlandtickets von 58 Euro auf 63 Euro erhöht. Am Ende des vergangenen Jahres tagte der Länderrat der Landesstudierendenvertretungen und diskutierte Auswirkungen der Preissteigerung auf das Deutschlandsemesterticket für Studierende. Der Länderrat fordert eine preisliche Entkoppelung des Deutschlandsemestertickets von dem Deutschlandticket, die Preisstabilität auch bei künftigen Mehrkosten, sowie die Regelung von Härtefällen, um soziale Gerechtigkeit sicherzustellen.Auch der dringende Ausbau und die Überholung des ÖPNV wurden angesprochen. Die KSS unterstützt die Forderungen des Länderrats und betont: ein bezahlbares Deutschlandsemesterticket ist für die Mobilität von Studierenden unerlässlich und muss von Bund und Ländern gewährleistet werden!

5. Workshops und Seminare von hochschulpolitischen Gremien

Hochschulpolitische Gremien bieten Studierenden vielfältige Möglichkeiten, ihre Strukturen kennenzulernen und sich in ihnen einzubringen. Einstiege finden innerhalb von Workshop Angeboten und Seminaren statt. Seit Januar findet beispielsweise das Programmakkreditierungsseminar des studentischen Akkreditierungspools statt. Das Seminar befasst sich mit dem Qualitätsbegriff in Studium und Lehre und bietet Studierenden einen Überblick über ihre Möglichkeiten, sich im Akkreditierungsverfahren einzubringen. Die Koordinierungsstelle Chancengleichheit Sachsen veranstaltet vom 09. bis zum 11.03.2026 den Workshop „Psychische Erkrankungen bei Studierenden“. Studierende können sich hierfür unter der info@kc-sachsen.de noch auf die Warteliste setzen lassen. Weitere Infos findet ihr auf der Website der KCS. Die KSS ermutigt Studierende, sich an Workshops und Seminaren der hochschulpolitischen Gremien zu beteiligen, um so gemeinsam die Studierendenlandschaft zu verbessern.

6. Ausblick

Das neue Jahr kommt mit neuen Herausforderungen für Studierende, aber auch positive Entwicklungen zeichnen sich ab. Seit Anfang Januar finden Wartungsarbeiten der Website BAföG digital statt. Ab dem 26.01. könnt ihr wieder auf die Website zugreifen. Wir sind gespannt, ob das Ende der Wartungsarbeiten eine vereinfachte Antragsstellung ermöglicht. Die KSS begrüßt den weiteren Abbau von Barrieren und blickt mit Spannung auf die Updates der Website.

Wir blicken außerdem auf das Bundesförderprogramm „Junges Wohnen“. Ab 2027 sollen die Länder nicht mehr 30%, sondern 40% des Programms finanzieren. Es ist nicht klar, ob Sachsen diesen Anteil übernehmen wird. Neuer Wohnheimbau ist aufgrund von steigendem Bedarf allerdings dringend notwendig. Die Studierendenwerke können die Kosten nicht ohne Unterstützung stemmen. Die KSS spricht sich für die Finanzierung durch das Land aus und setzt sich für eine Entlastung der Studierendenwerke ein!

Auch in der politischen Landschaft stehen im Jahr 2026 große Veränderungen an. Es finden fünf Landtagswahlen und drei Kommunalwahlen statt, wobei die Gefahr einer Regierungsbeteiligung der AfD zum ersten Mal nicht ausgeschlossen ist. Die KSS ruft alle Studierenden auf, sich gemeinsam für die Demokratie stark zu machen, ihre Wahlrechte auszuüben und informiert zu bleiben! Updates und Informationen findet ihr auch auf Website und Instagram der KSS. Gemeinsam schaffen wir Perspektiven für alle Studierende!

Weitere offene Positionen in der KSS sind ausgeschrieben, Interessierte können sich melden unter sprecherinnen@kss-sachsen.de