1. Newsletter 2022

Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte der KSS,

hiermit erhaltet ihr unseren ersten Newsletter 2022 – ab diesem Mal immer zum Ende des Monats.
Vorab möchten wir es nicht versäumen, euch noch ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr zu wünschen. Wir hoffen, auch 2022 weiterhin die Interessen von Sachsens Studis gebührend vertreten zu könnnen!

Wie gewohnt berichten wir euch im folgenden kurz über die Themen der vergangenen Wochen.

Die Themen rund um die KSS im Januar:

1. Wenn auch langsam und zu spät, aber Regelstudienzeitverlängerung tritt in Kraft
2. Was ist aus Freiversuchsregelungen geworden und welche Auswirkungen hatten sie
3. Workshops zu Gremien und Co.
4. Ewiges Warten auf versprochene Novelle des Hochschulgesetzes
5. Vorbereitungen für die nächste Amtszeit: Ausschreibungen sind bald raus!
6. Treffen mit den Geschäftsführer*innen der sächsischen Studierendenwerke
7. Sitzung des Landessprecher*innenrates
8. Ausblick

Hier könnt ihr den Newsletter abonnieren!

1. Wenn auch langsam und zu spät, aber Regelstudienzeitverlängerung tritt in Kraft

Die Einschränkungen an den Hochschulen aufgrund der Pandemie bleiben wohl vorerst weiterhin bestehen. Insbesondere für die anstehende Prüfungsphase gilt es nun, sich bei den Prüfungsämtern über die eigenen Modalitäten sowie Rechte zu informieren.
Die Regelstudienzeitverlängerung wurde am Montag, dem 24.01.2022, im Wissenschaftsausschuss des Sächsischen Landtags behandelt. Damit ist es nun also offiziell, dass die Regelstudienzeit rückwirkend ab Oktober erneut um ein Semester verlängert wird. Wenn es euch also noch möglich ist und ihr euch damit mit der derzeitigen Situation wohler fühlt, könnt ihr Prüfungen noch schieben ohne ein Semester zu verlieren. Denkt außerdem auch daran, euren BAföG-Antrag zu stellen! Auch wenn es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung noch keine Aussage gibt, ob dies rückwirkend ab Oktober möglich sein wird, solltet ihr ihn zumindest stellen, damit ihr aktuell BAföG erhaltet und das bereits getan habt, falls ein rückwirkender Anspruch bestätigt wird.

2. Was ist aus Freiversuchsregelungen geworden und welche Auswirkungen hatten sie

Für uns ging die notwendige Regelstudienzeitverlängerung als Nachteilsausgleich für Studierende in der Pandemie Hand in Hand mit den Freiversuchsregelungen. Hier verwehren sich die meisten sächsischen Hochschulen jedoch weiterhin, diese Regelung zu treffen – meist an sehr fadenscheinigen Begründungen, die die Lebensrealität von uns Studierenden während der Pandemie verkennen. Bis auf die TU Chemnitz und die HTWK Leipzig wurden an den restlichen Hochschulen keine Regelungen getroffen. Entweder wurde nicht darüber diskutiert oder sogar studentische Initiativen abgelehnt. An der TU Dresden wurde eine mögliche Regelung, von Prüfungen zurück zu treten, die durch den Senat bereits beschlossen war, sogar durch das Rektorat selbst mittels einem Rechtsgutachten des eigenen Justitiariates verhindert. Wir empfehlen euch daher, bei Bedarf Widerspruch gegen euer Prüfungsergebnis einzulegen, falls die Lehr- und Prüfungsform von den Regelungen in eurer Prüfungsordnung abweicht. Dabei ist jedoch wichtig, dass ihr diese Abweichung bereits vorher anmerkt und den Widerspruch einlegt, bevor ihr euer Ergebnis kennt. Eure Fachschafts- und Studierendenräte beraten euch hierzu sicherlich gern!
Nach einer kleinen Anfrage im sächsischen Landtag zu den Freiversuchsregelungen haben wir uns die Antworten hergenommen und recht umfangreich ausgewertet. Die Ergebnisse bestätigen unsere Vermutungen und Argumentationen während der Pandemie. Wir konnten herausstellen, dass Studierende die Regelungen nicht ausgenutzt haben und auch der befürchtete Mehraufwand für Prüfende unbegründet war. Mehr dazu könnt ihr in unserer Pressemitteilung und umfangreichen Auswertung nachlesen.

3. Workshops zu Gremien und Co.

Da viele Studierendenvertretungen in den letzten Wochen und Monaten neu gewählt haben, ging es uns im Januar darum den Wissenstransfer in den Fachschafts- und Studierendenräten sicher zu stellen. Hierfür fand vergangenen Freitag und Samstag bereits ein digitaler Gremieneinführungsworkshop statt –  für alle, die ganz neu dabei sind. Dabei haben wir uns besonders auf die Arbeit in den Prüfungsausschüssen und Studienkommissionen konzentriert und uns externe Expertise von Rechtsanwalt Joachim Schaller dazu geholt. Aufgrund der großen Nachfrage wollen wir im März ggf. erneut einen Gremienworkshop sowie einen weiteren Workshop zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit anbieten.

4. Ewiges Warten auf versprochene Novelle des Hochschulgesetzes

Die Koalition aus CDU, SPD und Grünen hat sich mit dem Koalitionsvertrag verpflichtet bereits 2020 das Sächsische Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) zu novellieren. Doch auch 2021 konnte sich das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWKT) noch nicht einmal zu einem Referent*innenentwurf durchringen, obwohl er mehrfach für das nun vergangene Jahr angekündigt wurde. Damit scheint auch eine Novellierung für 2022 sehr unwahrscheinlich. Wir kritisierten das Hinauszögern der versprochenen Novelle scharf und erinnerten die Koalition Anfang des Jahres gern an ihre Versprechungen. Mehr dazu in unserer Pressemitteilung zur Thematik.

5. Vorbereitungen für die nächste Amtszeit: Ausschreibungen sind bald raus!

Auch für uns vergeht die Zeit momentan recht schnell: So rasen wir bereits auf das Ende dieser Amtszeit und den Beginn einer neuen Legislatur der KSS im April zu. Das bedeutet wir suchen ab 01.04. wieder neue Amtsträger*innen für die KSS. Wenn ihr also als Sprecher*innen alle 100.000 Studierenden Sachsens repräsentieren oder die inhaltliche Arbeit zum Beispiel in den Themen Lehre und Studium, Hochschulpolitik, aber auch Ökologie, Feminismus und vielen weiteren vorantreiben wollt, bewerbt euch bei uns. Die genauen Ausschreibungen findet ihr bald auf unserer Seite und dann natürlich im nächsten Newsletter.
Auch darüber hinaus befassen wir uns aktuell intensiv mit der internen Struktur der KSS, arbeiten unsere Finanzen auf, regen mehr reguläre Austauschrunden an und wollen auch an der aktuellen Rechtsform der KSS arbeiten. Damit prüfen wir derzeit, wie die Möglichkeiten um die Gründung eines möglichen (Förder-)vereins für planbare und nachhaltig angelegte Finanzen aussehen könnten.

6. Treffen mit den Geschäftsführer*innen der sächsischen Studierendenwerke

Diesen Monat haben wir uns gemeinsam mit einigen studentischen Verwaltungsrät*innen und den Geschäftsführer*innen der Studierendenwerke getroffen. Ausgelöst durch Probleme in den Vorgaben zur Wirtschaftsführung ging es auch um die Mehrbedarfe in der psychosozialen Beratung, die geplante und zur Zeit in der Umsetzung befindliche elektronische BAföG-Antragstellung, sowie das landesweite Semesterticket. Zu einigen der Themen bleiben wir weiterhin im engen Austausch, um die Interessen der Studierenden bestmöglich und von vielen Seiten gegenüber dem Land zu vertreten. Die Unterstützung der Arbeit der Studierendenwerke ist dabei für uns selbstverständlich.

7. Sitzung des Landessprecher*innenrates

Auf unserer Januar-Sitzung des LSR ging es erwartungsgemäß seeehr viel um Interna – wie beispielsweise eine umfassende Berichterstattung zu unserer finanziellen Situation und Auslastung. Hier stellte sich heraus, dass wir unseren geplanten Haushalt vermutlich bis zum Ende der Amtszeit fast vollkommen ausschöpfen werden. Außerdem ging es um die Finanzplanung der nächsten Legislatur und die oben schon genannten Ausschreibungen für diese bzw. eine neue Struktur der KSS. Daneben haben wir einen Beschluss für nachhaltige Lösungsstrategien für die unter der Coronapandemie immer weiter steigenden psychosozialen Problemlagen unter Studis gefasst. Aus unserer Sicht muss hier dringend nachgebessert werden: Egal ob dies die finanzielle Ausgestaltung der bestehenden Beratungsformen, die Vernetzung, Informationsweiterleitungen oder die stärkere Einbeziehung von Studierenden selbst ist. Der ausgearbeitete Beschlusstext kann auf unserer Webseite nachgelesen werden. Außerdem haben wir uns mit den Perspektiven digitaler Lehre für das Studium nach der Pandemie beschäftigt und über eine erste Positionierung zu digitaler Lehre gesprochen.

8. Ausblick

Die derzeitige Arbeit in der KSS ist aktuell sehr von dem langsam nahenden Übergang der alten in die neue Legislatur geprägt. Dementsprechend werden wir uns in den nächsten Wochen und Monaten um den Abschluss und die Dokumentation einiger Projekte, sowie um die personelle und finanzielle Neuaufstellung für die neue Amtszeit kümmern. Doch auch darüber hinaus gibt es inhaltliche Themen, an denen wir weiter arbeiten werden. Zum Beispiel das landesweite Semesterticket, dem TV-Stud und natürlich leider auch der Corona-Situation an den Hochschulen. Nächste Woche steht dann unter anderem zu diesem, aber auch einigen weiteren Themen ein erneuter Termin mit dem Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow auf dem Programm. Wenn Ihr Anregungen, Ideen oder eigene Motivationen für die nächste Amtszeit in der KSS ab April habt, zögert nicht uns zu kontaktieren.

Zum Schluss möchten wir mit Blick auf die aktuellen Geschehnisse an der Uni Heidelberg unsere Solidarität und tiefstes Mitgefühl aussprechen – als Studierendenschaften sind wir schockiert und in Gedanken bei den Studis in Heidelberg. Wenn ihr euch selbst aktuell mit seelischen und psychischen Belastungen konfrontiert seht, möchten wir euch ans Herz legen, die verschiedenen Angebote für Seelsorgetelefone in Anspruch zu nehmen – denn ihr seid mit keiner Angst oder Unsicherheit allein! Zu den Hotline gelangt ihr hier. Bleibt uns gesund und wohlauf!

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