Liebe Mitstreiter*innen und Interessierte der KSS,
Hiermit erhaltet ihr einen Überblick über die aktuelle Arbeit eurer Landesstudierendenvertretung in Sachsen.
Inhalt
1. Solidarität mit den Studierendenschaften in Sachsen-Anhalt
2. Austausch zur Zukunft der sächsischen Studentenwerke
3. Gespräche mit politischen Akteur*innen im Landtag
4. Vernetzung mit Studierendenvertretungen
5. Positionierung zu BAföG und studentischer Beteiligung
1. Solidarität mit den Studierendenschaften in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt wurde ein Gesetzesentwurf der AfD-Fraktion in den Landtag eingebracht, der die Abschaffung der verfassten Studierendenschaften fordert. Damit würden Studierende ihre demokratisch gewählten Vertretungen verlieren und wichtige Mitbestimmungsrechte an den Hochschulen wegfallen. Die KSS solidarisiert sich deshalb mit den Studierendenschaften in Sachsen-Anhalt und spricht sich klar gegen diesen Angriff auf studentische Selbstverwaltung aus. Eine entsprechende Pressemitteilung wird bereits vorbereitet.
2. Austausch zur Zukunft der sächsischen Studentenwerke
Die finanzielle Situation der Studierendenwerke ist weiterhin ein zentrales Thema der KSS. Im vergangenen LSR fand eine intensive Diskussion über eine potenzielle Zusammenlegung der Studierendenwerke Freiberg/Mittweida und Chemnitz/Zwickau statt. Hintergrund sind finanzielle Herausforderungen und die Frage, wie soziale Angebote für Studierende langfristig gesichert werden können. Da die Studierendenwerke zentrale Leistungen wie Mensen, Wohnheime, Sozialberatung und BAföG-Bearbeitung bereitstellen, hätten mögliche Strukturveränderungen direkte Auswirkungen auf Studierende. Die KSS fordert deshalb, an zukünftigen Gesprächen zwischen dem SMWKT, der LandesRektorenKonferenz (LRK) und den StuWes beteiligt zu werden, um neben den Perspektiven der Studierenden der betroffenen Standorte auch eine gesamtsächsische Studierendenperspektive einzubringen.
3. Gespräche mit politischen Akteur*innen im Landtag
KSS-Sprecherin Laura Höflich trafen sich Ende Mai mit den Landtagsabgeordneten Adelheid Noack und Luise Neuhaus-Wartenberg der Fraktion Die Linke zum Austausch über aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen in Sachsen. Zu Beginn stellte die Sprecherin die Pläne der KSS zur stärkeren Vernetzung mit Studierendenvertretungen sowie den Ausbau von Kontakten zu relevanten Akteur*innen in Politik und Hochschullandschaft vor. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuellen Kürzungsdebatten an Hochschulen und Studierendenwerken. Thematisiert wurden unter anderem die mögliche Zusammenlegung der Studierendenwerke Chemnitz/Zwickau und Freiberg/Mittweida sowie die Auswirkungen finanzieller Einsparungen auf Studierende. Auch die Frage nach der Nutzung von Hochschulräumen für politische Veranstaltungen wurde angesprochen. Darüber hinaus wurde über den kommenden sächsischen Doppelhaushalt 2027/28 gesprochen. Die KSS machte deutlich, dass Studierende frühzeitig in die Diskussionen um die Hochschulfinanzierung einbezogen werden müssen. Ein gemeinsames Anliegen war dabei, die Beteiligung studentischer Interessenvertretungen an zukünftigen Gesprächen zum Haushalt zu stärken.
4. Vernetzung mit Studierendenvertretungen
Die Sprecherinnen besuchten die Sitzung des StuRa der HTWK Leipzig und stellten die Arbeit der KSS vor. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen an den Hochschulen sowie Möglichkeiten einer stärkeren Zusammenarbeit. Ziel dieses und zukünftiger Besuche ist die engere Vernetzung mit Studierendenvertretungen in Sachsen, um die verschiedenen Standorte mit ihren verschiedenen Themen gut vertreten zu können.
5. Positionierung zu BAföG
Der Landessprecher*innenrat befasste sich außerdem mit aktuellen Entwicklungen in der Bundespolitik. Anlass waren Äußerungen von CDU-Fraktionschef Jens Spahn, die eine Verschiebung der geplanten BAföG-Reform nahelegen. Für viele Studierende ist das BAföG jedoch eine zentrale Voraussetzung, um ihr Studium überhaupt finanzieren zu können. Die KSS wird daher eine Stellungnahme erarbeiten und dabei ihre bisherigen Forderungen nach einer grundlegenden Verbesserung der Studienfinanzierung einbringen.
6. Ausblick
Die kommenden Monate werden insbesondere von den sächsischen Haushaltsverhandlungen geprägt sein. Die dort getroffenen Entscheidungen werden großen Einfluss auf die Finanzierung der Hochschulen und Studierendenwerke haben. Gleichzeitig verfolgt die KSS weiterhin aufmerksam die Debatte um Studiengebühren für internationale Studierende und setzt sich für einen offenen und sozial gerechten Hochschulzugang ein.
Kommende Termine:
20.06.2026: LSR an der TU Chemnitz
25/26.06.2026: Landtagsdebatte zum Gesetzentwurf Der AfD-Fraktion zur Erhebung von Studiengebühren für internationale Studierende
Weitere offene Positionen in der KSS sind ausgeschrieben, Interessierte können sich melden unter sprecherinnen@kss-sachsen.de