Neues KSS-Team startet in Zeiten von Corona

Die neuen Sprecher haben genaue Vorstellungen für die Krise und darüber hinaus

Bereits am 07.03. wurde rund um die beiden neuen Sprecher Paul Senf (TU Dresden) und Lukas Eichinger (TU BA Freiberg) ein neues Team aus Amtsträgerinnen und Amtsträgern der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) gewählt. Dieses hat gestern am 01.04. seine Arbeit für das kommende Jahr aufgenommen. Zur Wahl Anfang März lag der Fokus noch auf der im Koalitionsvertrag vereinbarten Novellierung des SächsHSFG und anderen hochschulpolitischen Vorhaben, wie der Einführung eines Lehrer*innenbildungsgesetzes, doch inzwischen ist die hochschulpolitische Agenda durch die derzeitige Krise geprägt.

“Wir übernehmen die Arbeit in einer Situation, in der gerade Studierende von der aktuellen Corona-Krise stark betroffen sind. Weder vom Bund noch vom Freistaat bekommen sie bisher nennenswerte Unterstützung.” sagt Lukas Eichinger, neuer Sprecher der KSS. “Die KSS hat sich unter unserem Vorgänger Lasse Emcken in den letzten Wochen intensiv für die Studierenden eingesetzt und wir möchten dies weiterführen. Doch auch über die Corona-Krise hinaus haben wir wichtige Anliegen, welche wir weiterhin verfolgen werden.” ergänzt Paul Senf, ebenfalls neuer Sprecher der KSS.

Im ersten Corona-Rettungsschirm der Bundesregierung gehen Studierende, abgesehen von kleinen Änderungen des BAföG, komplett leer aus. Auf die Petition zur Soforthilfe für Studierende [1], die mittlerweile knapp 40.000 Unterschriften hat, wurde bisher seitens der Regierung noch nicht eingegangen. An den Hochschulen selbst sind noch viele Details bezüglich des unter besonderen Umständen stattfindenden Sommersemesters unklar. “Wir fordern, dass Studieren im anstehenden Semester möglich sein muss, aber nicht nötig sein darf. Damit würde in dieser schwierigen Zeit eine möglichst große Flexibilität gewährleistet.” erläutert Eichinger. “Eine unbürokratische finanzielle Soforthilfe für Studierende ist dringend notwendig und die Ausarbeitung geeigneter hochschulweiter E-Learning Konzepte drängt, benötigt aber vielerorts noch Zeit” so Eichinger weiter.

Neben der Vertretung der Studierenden in der Corona-Krise bereiten sich die Amtsträgerinnen und Amtsträger jedoch auch auf weitere Themen vor. Im hochschulpolitischen Bereich ist der Koalitionsvertrag ambitioniert und es sollen viele Projekte angegangen werden. Paul Senf dazu: “Die Krise darf nicht alles überschatten und die politische Welt sich nicht nur um Corona drehen. Wir fordern vom SMWK nach Konsolidierung in der Krise weiter an den Vorhaben, wie der Novellierung des SächsHSFG, zu arbeiten. Das Ministerium soll möglichst bald in Verhandlungen dazu eintreten, um einen angemessenen Anhörungsprozess, an dem sich die KSS selbstverständlich beteiligen wird, zu ermöglichen.”
“Wir möchten das Bestmögliche für die Studierenden in dieser Krise und vor allem auch darüber hinaus erreichen und freuen uns auf eine sehr spannende Legislatur.” so Eichinger abschließend.

[1] https://www.openpetition.de/petition/online/soforthilfe-fuer-studierende-jetzt

Die Pressemitteilung gibt es als pdf hier.

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