PM 14/17 Studierende fordern Reformen von neuem Kultusminister

Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) möchte dem neuen Kultusminister Frank Haubitz, der sein Amt in unruhigen Zeiten übernimmt, einige Punkte mit auf den Weg geben:

1. Novellierung der Lehramtsprüfungsordnung I (LAPO I)
Es gibt dringenden Handlungsbedarf bei der Lehramtsprüfungsordnung I. Die Staatsexamensprüfungen müssen reformiert werden. Derzeit stehen Lehramtsstudierende am Ende ihres Studiums vor einer zu hohen Belastung. Das doppelte Abprüfen von Inhalten in Modulprüfungen und Staatsexamen ist unnötig und muss abgeschafft werden!
Auch das Verfahren zur Notenberechnung muss überprüft werden, denn bisher sind Lehramtsstudierende durch das Rundungsverfahren im Nachteil gegenüber Studierenden der Fachstudiengänge.

2. Lehrer*innenbildungsgesetz statt immer neuer Verordnungen
Perspektivisch braucht Sachsen ein Lehrer*innenbildungsgesetz. Eine grundsätzliche Regelung der Lehramtsausbildung über Verordnungen ist intransparent und bietet zu wenig Verlässlichkeit für die Betroffenen.
Es liegt bereits ein Gesetzesentwurf der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vor, der hierfür eine gute Diskussionsgrundlage bietet.

3. Lehramt in Chemnitz erhalten
Wer Lehrer*innen will, muss Geld in die Hand nehmen. Wir fordern eine Verstetigung der Lehramtsausbildung in Chemnitz und eine damit einhergehende Finanzierung unbefristeter Stellen.

„Das sind nur einige wenige unserer Forderungen“, so Nathalie Schmidt, Referentin für Lehramt der KSS, „denn es gibt großen Handlungsbedarf. In der Vergangenheit wurde in der Bildungspolitik viel verschlafen. Der Freistaat muss aufwachen und sich endlich den Herausforderungen der modernen Zeit stellen, sonst wird Sachsen für angehende Lehramtsstudierende und Lehrer*innen immer unattraktiver.“

Die KSS wünscht Herrn Haubitz einen guten Start in sein neues Amt als Kultusminister und steht natürlich jederzeit für Gespräche zur Verfügung.


Pressemitteilung als *.pdf-Datei

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